...astonishing

 "2 = 1"

Cogito, ergo sum.
(Descartes)

 Lösung

Na,

lange

genug

gegrübelt

???

Was ist denn hier passiert?




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1ist2

 Keno

Wer auf Hoffnung traut,
hat auf Eis gebaut.

Deutsches Sprichwort

 Links


Spielübersicht


Verlustübersicht (pdf 39KB)

Keno ist eine Lotterie "der teilnehmenden im Deutschen Lotto- und Totoblock zusammengeschlossenen Lotterieunternehmen". Zunächst die Spielregeln in Kürze (für die ofizielle, ausführliche Anleitung klicken Sie bitte auf nebenstehenden Link):
Aus 70 Zahlen werden täglich 20 zufällig ermittelt. Der Spieler hat die Möglichkeit auf bis zu zehn (aber mindestens zwei) Zahlen zu tippen. Nach der Anzahl der getippten Zahlen und der Anzahl der Treffer errechnet sich dann der Gewinn.
Eine Besonderheit ist, dass man im Falle eines Tipps von 9 oder 10 Zahlen, bei 0 Treffern einen Gewinn erziehlt.
Wie errechnet man den zu erwartenden Gewinn für jede Kombination von getippten und getroffenen Zahlen? Folgendermaßen:

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Formel

Sprich:
"W’keit (Ziehung 20 aus 70) für k Richtige bei n getippten Zahlen = (n über k) * (70-n über 20-k) / (70 über 20)"
Wir wollen zum Beispiel wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist vier Richtige bei acht getippten Zahlen zu haben.
Dazu muss man zunächst einmal wissen, wie viele Viererpaare es überhaupt bei acht Zahlen gibt. Dies berechnet man mit dem Binomialkoeffizienten

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Bin_n_k, in unserem Fall

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Bin_8_4 das sind 70. Nun müssen wir herausfinden, wieviele für uns günstige Möglichkeiten existieren, für die restlichen Zahlen, nämlich

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Bin_62_16 : Wie viele Zahlenkombinationen aus Nicht-Treffern (16), aus den Zahlen die wir nicht getippt haben (62) gibt es?
273342452889765!
Nun muss man noch durch die Anzahl aller Möglichkeiten 20 Zahlen aus 70 zu ziehen teilen

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Bin_70_20 = 161884603662657876). Das Ergebnis ist etwa: 0,11820.
Die Wahrscheinlichkeit vier Richtige unter acht getippten zu haben liegt also circa bei 12%.

Nun ist es natürlich interessant zu wissen wieviel man durchschnittlich gewinnt, wenn man acht Zahlen tippt und dabei einen Euro einsetzt.
Wir könnten acht Treffer haben und damit 10.000 EUR bekommen, also einen Gewinn von 9.999 EUR machen. Allerdings rechnet man mit obiger Formel aus, dass die Wahrscheinlichkeit dafür nur 0,001% beträgt. Bei sieben Richtigen gewinnen wir mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,041% immerhin noch 99 EUR. So rechnet man weiter, bis wir unsere 12%igen vier Treffer erreichen, für die wir immerhin noch unseren eingesetzten Euro zurückbekommen. Das gleiche geschieht, wenn wir komplett daneben liegen, die Wahrscheinlichkeit dafür ist nur etwa halb so hoch, wie für die vier Richtigen!
Aber in wieviel Prozent der Fälle verlieren wir 1 EUR? In allen restlichen, nämlich in ca. 79%!
Der Rest ist nun einfach:
9999 EUR in 0,001% der Fälle, also "9999*0,00001" plus...
...99 EUR*0,00041 + ...+ 0*0,1182 + 0*0,05687 und den Verlust nicht vergessen:
-1*0,78729. Ergibt mehr als 50 Cent Verlust.

Wenn Sie sich die Tabelle anschauen, die rechts zum Download bereitsteht, werden Sie sehen, dass für jede Anzahl getippter Zahlen, der zu erwartende Verlust ungefähr bei 50 Cent liegt.

Was lehrt uns das? Auch Lotteriegesellschaften können rechnen!

 Das Ziegenproblem

Rechtes Handeln folgt dem rechten Denken.
Sokrates, (470 - 399 v. Chr.)

 Links


Wikipedia: Ziegenproblem


Wikipedia: Bayestheorem

Das Ziegenproblem ist eines der bekanntesten Probleme aus dem Bereich Wahrscheinlichkeitstheorie.
Die Situation:
Ein Kandidat hat bei einer Quizshow die Wahlmöglichkeit zwischen drei Türen. Hinter zweien befindet sich eine Ziege, hinter einer der Hauptpreis, sagen wir: ein Auto. Nachdem er sich für eine Tür entschieden hat, öffnet der Moderator, der (natürlich) weiß hinter welcher Tür sich das Auto befindet, eine der zwei nichtgewählten Türen hinter der eine Ziege steht.
Da es wenigstens eine solche Tür gibt, ist dies für ihn kein Problem.
Der Kandidat kann sich nun entscheiden, ob er doch die andere Tür wählt, oder bei seiner Erstwahl bleibt.
Was soll er tun? Was würden sie tun? Ändert der Wechsel irgendetwas an der Gewinnwahrscheinlichkeit?

Lösung und Erklärung: Haben Sie schon Kopfschmerzen, weil Sie sich nicht entscheiden können?
Oder sind Sie der Meinung, dass es völlig egal ist, ob man eine neue Tür wählt, oder nicht?
Schließlich gibt es jetzt noch zwei Türen, eine mit einer Niete und einer mit einem Gewinn!
FALSCH! Der Kandidat sollte auf jeden Fall seine Wahl ändern, denn damit steigt seine Gewinnchance von (vorher) 1/3 auf (jetzt) 2/3:
Am Anfang beträgt die Wahrscheinlichkeit das Auto zu wählen 1/3. Diese Wahrscheinlichkeit ändert sich auch nicht nach dem Öffnen der Ziegentür. Das Angebot des Moderators zu Wechseln muss man danach aber folgendermaßen sehen:
Man hat nun die Möglichkeit zu gewinnen, wenn das Auto hinter einem der zwei (am Anfang nicht gewählten) Tore steht. So verdoppelt sich die Gewinnchance!
Bevor wir Sie noch mit der mathematischen Formel dafür quälen, hier noch die "Sprachlich einfache Erklärung" von Wikipedia (Hier finden Sie auch eine ausführliche Erlärung mit Grafiken. Siehe der Link rechts):
"Der Moderator kann nur ein Tor öffnen, hinter dem sich der Gewinn nicht befindet. Ein Kandidat, der sich immer gegen den Wechsel entscheidet, gewinnt nur, wenn er auf Anhieb das richtige Tor trifft. Dies geschieht in einem Drittel der Fälle. Ein Kandidat, der immer wechselt, verliert in allen Fällen, in denen er ohne Wechsel gewonnen hätte, also einem Drittel der Fälle, und gewinnt folglich in zwei Dritteln der Fälle."

Formel:

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FormelZiege

Kurze Erklärung:
Hier sehen Sie eine Anwendung des Satzes von Bayes. Mit ihm kann man bedingte Wahrscheinlichkeiten ausrechnen. In diesem Fall, vorausgesetzt der Kandidat hat sich für Tor eins entschieden: "Die Wahrscheinlichkeit, dass der Gewinn hinter Tor Nummer drei ist, unter der Bedingung, dass der Moderator das Tor zwei mit einer Ziege dahinter geöffnet hat."
Fall Sie näheres dazu wissen möchten, haben wir rechts einen Link zu einer Wikipedia-Seite bereitgestellt.